Der Herbst hat zwei Gesichter:
Am Beginn kann er richtig schön sein, gerade im September und Anfang Oktober, wenn sich das Laub färbt und die Sonne noch Kraft hat. Jetzt sollten wir die Zeit noch draußen genießen, bei wunderschönen Herbstspaziergängen im raschelnden Laub. Doch ab November sieht das dann meist ganz anders aus: trist, grau und ungemütlich. Jetzt werden die Tage immer kürzer, kälter und meistens auch nass.
Das hat Auswirkungen auf unseren Körper und unsere Seele:
- Husten
- Schnupfen
- Ohrenschmerzen
- grippaler Infekt
- Blasenentzündung
- Lustlosigkeit
- Niedergeschlagenheit
Vorbeugung
An oberster Stelle steht jetzt, das Immunsystem auf diese Herausforderungen vorzubereiten. Auch für die Seele sollte jetzt was getan werden, damit die Tristesse weniger auf das Gemüt schlägt.
Viel Bewegung an der frischen Luft, stärkt Ihr Immunsystem und sorgt für ein ausge-glichenes Gemüt. Gehen Sie also raus, sooft es geht (vor allem wenn das Wetter richtig schön ist). Nehmen Sie sich die Zeit, denn auch Stress hat negative Auswirkungen auf Ihre Abwehrkräfte.
Ab jetzt heißt es auch wieder: Warm anziehen! Vergessen Sie nicht, dass es gerade jetzt wichtig ist, Nacken, Hals, Nierenregion, Hände und Füße warm zu halten.
Da warme Füße sehr wichtig sind, empfiehlt sich ab und an mal ein Fußbad. Dieses entspannt und bringt Wärme in den ganzen Körper.
Damit Ihre Schleimhäute nicht austrocknen, die ja ein wichtiger Teil der Immunabwehr sind, sorgen Sie für eine relative hohe Luftfeuchtigkeit in den Räumen, in denen Sie arbeiten und wohnen. Zusätzlich sollten Sie mehrmals am Tag stoßlüften, damit immer wieder frische Luft in Ihre Räume gelangt.
Natürlich gilt es auch im Herbst, sich ausgewogen zu ernähren. Doch ein paar mehr Vitamine könnten es jetzt schon sein, um die Abwehrkräfte zu unterstützen. Versuchen Sie jedoch, diese über Obst und Gemüse aufzunehmen und weniger über Nahrungser-gänzungsmittel.
Gegen die Herbstmelancholie kann ein regelmäßiger Saunagang vorbeugend wirken und gleichzeitig stärkt er auch noch das Immunsystem. Außerdem sind viel Licht und frische Luft sehr gut für ein entspanntes Gemüt. Versuchen Sie also, viel raus zu gehen, vor allem wenn die Sonne scheint.
Die Erkältung hat Sie erwischt
Was tun Sie aber nun, wenn die Erkältung doch nicht an Ihnen vorbeigezogen ist:
- versuchen Sie, soviel Ruhe wie möglich zu bekommen
- viel Wasser (möglichst lauwarm) und Tee (Kräutertee, möglichst ohne Zucker) trinken
- Suppen (vor allem Hühnerbrühe aktiviert die Abwehrkräfte)
- Erkältungsbäder mit mindestens einer halben Stunde Schlaf hinterher
- Inhalieren (mit Kräuteraufgüssen aus z.B. Kamille, Salbei und Thymian
- Salzspülungen der Nase
- Kartoffelpackungen (weich gekochte, zerdrückte Kartoffeln in ein Tuch so warm wie möglich auf Ohren, Nebenhöhlen oder Brust legen)
Blasenentzündung – nicht verzweifeln
Eine Blasenentzündung kann sehr unangenehm werden. Aus diesem Grund ist die Vorbeugung sehr wichtig (Unterleib warm halten, viel trinken, etc). Wenn es Sie aber doch erwischt hat:
- Arzt aufsuchen (evtl. Antibiotikatherapie)
- Preiselbeersaft, ungesüßt (soll eine antibiotische Wirkung haben)
- viel Wasser trinken
- Blase mit Wärmflasche warm halten
Wenn Sie öfter eine Blasenentzündung haben, sollten Sie sich unbedingt an einen Arzt oder Heilpraktiker wenden.
Die Melancholie vertreiben
Die besten „Mittel“ gegen die Herbst-Melancholie sind Bewegung und frische Luft. Aber auch andere Methoden helfen Ihnen, die „schwarzen Wolken“ fern zu halten:
- Treffen mit Freunden, statt sich zu Hause zu vergraben
- Unternehmungen mit der Familie, möglichst draußen
- Entspannung schaffen (Massagen, Bäder, etc.)
- entspannende Kräutertees
Wenn aus der Herbst-Melancholie allerdings eine Depression wird, sollten Sie sich unbedingt professionelle Hilfe suchen.
Heilpraktikerin Antje Grabmeir
Telefon: 08841-9988073
E-mail: info@praxis-grabmeir.de